Börse persönlich

  • Fear & Greed von 65 auf 57

    Momentan denke ich, dass es vertretbar ist, noch einen Moment abzuwarten.
    Aber stimmt das? 
    Das fragte ich mich gestern Nachmittag bezogen auf die Chance, einige gut gelaufenen Aktien aus meinem Depot mit geringen Restverlusten loszuwerden, bevor die gestern ins Minus gekippte Stimmung weiter eskalieren würde…

    Was sie auch tat. Und so ging zum gestrigen Börsenschluss sukzessive weiter abwärts. (Weshalb eigentlich genau…? Scheißegal.) Der Fear & Greed-Index fiel innerhalb des Tages von 65 auf 57. Es könnte die Kehrtwende sein. Es fühlte sich für mich ganz stark danach an. In letzter Minute, nicht nur sprichwörtlich, habe ich kurz vor 22:00 Uhr gehandelt. Zu oft habe ich erlebt, wie alles plötzlich runtersaust. L’Oreal, Merck, Air Liquide, SAP, BYD und Hertz raus. 15.000 Euro zurück am sicheren Ufer, bei rund 700 Euro Verlust, mein gesamtes Börsenengagement somit auf 55.000 Euro reduziert. Zack, zack, zack. Hätte ich im Urlaub gehandelt, hätte ich 300 Euro weniger im Verlusttopf. Mais c’est la vie. Merkwürdig ist: Ich fühle gar nichts. Keinen Ärger über den im Urlaub verpassten besseren Verkaufszeitpunkt, keine Freude über die geretteten 15.000 Euro. Seltsam. 

    Im heutigen Tagesverlauf geht es weiter mit den roten Zahlen. Mein Gefühl ist, dass es nicht nur eine Korrektur ist als Reaktion auf die Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn, sondern der Anfang eines neuen Abwärtstrends. Aber auch, wenn es nur eine Korrektur sein sollte, bin ich mit meiner gestrigen Entscheidung zufrieden. Die 700 Euro Realverlust sind natürlich kein Grund zur Freude, die dem Markt abgerungenen 15.000 geben mir aber ein gutes Gefühl. Diesem Geld muss ich beim nächsten Absturz nicht zusehen, sondern kann etwas anderes damit anfangen. Nur was? Momentan habe ich weder auf Aktien Bock, noch auf ETFs, mit Anleihen kenne ich mich nicht aus, Gold kickt mich nicht. Ich werde das freie Cash aus den Depots deshalb zum Hauptanteil erstmal zu Trade Republik schieben, wo Einlagen auf dem Verrechnungskonto seit kurzem mit 2% Zins belohnt werden. Besser als auf den meisten Tagesgeldkonten. 

    Sunpower verliert heute mehr als 10%. Aber nicht nur die. Der Sonnenengerie-Riese Enphase ebenso. Solar scheint mal wieder zum Abschuss freigegeben zu sein. Keine Ahnung, warum. Wahrscheinlich aus Zinsangst. Zinsangst war 2022 die Erklärung für jeden Kurssturz und kann bestimmt auch diesmal herhalten.

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  • Tiefs testen. Nein danke!

    Ein recht börsenfreier Tag. Ich konnte es lassen. Sogar die täglichen Podcasts. Nur ein recht aktuelles Interview mit dem Fondmanager-Urgestein Bernd Flossbach habe ich nebenbei beim Kochen gehört. Das mich in meiner Skepsis bestätigt hat. Seine Einschätzung der Entwicklungen für 2023 ist gedämpft. Er schätzt das Jahr als eher schwierig ein, es sind zu viele Unsicherheiten im Markt. Trotz des positiven Starts hält er Kurseinbrüche im fortlaufenden Jahr für wahrscheinlich. Andere Marktstrategen, so auch Martin Lück von Blackrock, sprechen sogar davon, dass wie die Tiefs des Vorjahres womöglich noch einmal testen könnten. In den letzten Tagen zeichnet sich bereits eine Abwärtstendenz ab, die momentan noch als nötige Korrektur eingeordnet wird. Aber stimmt das? Ich sollte unbedingt bei meinem Vorhaben „Loswerden, was geht“ bleiben. Natürlich am liebsten mit kleinen Gewinnen. Aber auch mit überschaubaren Verlusten. Hauptsache weg. Momentan denke ich, dass es vertretbar ist, noch einen Moment abzuwarten. Aber stimmt das? Genau durch derlei zögerliches Verhalten habe ich schon häufig den Absprung verpasst. Und plötzlich sind 20, 30 oder mehr Prozent Verlust aufgelaufen und du hängst fest. Es gab allerdings auch Momente, da habe ich die Reißleine zu früh gezogen und mir damit Gewinne vermasselt. Wie man es macht… Gilt nicht nur im Leben, sondern erst recht an der Börse. 

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  • Keinen Börsenbock mehr.

    Ich bin wieder da. Die Wall Street nach einem Feiertag auch. Die Kurse dümpeln vor sich hin. Und ich habe auch keine Lust auf die Beschäftigung mit rot und grün blinkenden Zahlen. Null Bock. Ich schaue hin und doch nicht. Ist das nur vorübergehend, eine Urlaubsnachwehe…? Oder ist die Abgetörntheit diesmal nachhaltig? Jedenfalls reizt es mich gar nicht, mich dem täglichen Nachrichtenauswurf zu beschäftigen. Analyst Hinz sagt dies, Notenbänker Y, in China ist Zero Covid out und der DAX ist das einzig Wahre. Wurde bis vor kurzem noch alles genau anders herum propagiert. Da hieß es Amerikanische Aktien wären geil und China bleibt dicht. Ich druller mich unbeteiligt durch die Depots. Curevac schon wieder absteigend, Tesla aufsteigend, ein bisschen rauf, ein bisschen runter, seitwärts, scheißegal, weil morgens wieder umgekehrt. Warum mache ich das eigentlich?

    Fakt ist: Der Abstand von all dem durch eine Woche Urlaub hat mir gutgetan, so sehr, dass ich begleitend zur Unlust gedanklich damit beschäftigt bin, meine Strategie (wann man sie überhaupt so nennen darf), die lautet: „Loswerden, was geht“ über Bord zu werfen – und zwar in dem Sinne: Die angelegten 70.000 ab jetzt einfach sich selbst überlassen. Halten und Schluss. Aus den Augen aus dem Sinn. Und nach zwei, drei, fünf, zehn Jahren schauen, was daraus geworden ist. Die restlichen 30.000 meines Budgets in Festgeld anlegen, Sparpläne laufen lassen. Zeit und Energie sparen und anderweitig investieren. Denn wenn es an der Börse 2023 so durchgeknallt weiter geht wie 2022, was etliche Marktstrategen voraussagen, und jede Entwicklung ständig auf den Kopf gestellt wird, gibt es nicht viel zu gewinnen, aber massig Energie und womöglich auch Geld zu verlieren. Der Mark ist aktuell ein Zirkus.

    „Bärenmärkte sind wie ein Spiegelsaal und darauf angelegt, Geld zu kosten. Das Geld der Anleger. Wir bei Morgan Stanley vertrauen unseren fundamentalen Bewertungen. Anleger sollten auf ihre vertrauen. Selbst, wenn wir keine Rezession sehen, werden die Margen in den USA und damit einhergehend die Ergebnisse der Unternehmen signifikant enttäuschend ausfallen. Das Risiko am Aktienmarkt bleibt entsprechend groß.“

    Mike Wilson, Morgan Stanley

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  • Back to life nach Echtlebenrally.

    Hinter mir liegen phantastische Tage an einem phantastischen Ort mit einem phantastischen Mann. Und bei aller Phantastik so wahr und real und intensiv, wie es echter und fühlbarer kaum noch geht. Fuerteventura besteht aus Mondlandschaften wie ich sie noch nie gesehen habe, einem Meer in den schönsten Farben und glitzernder Anziehungskraft, einem Himmel in herrlichsten Tönen. Die Weite hat etwas unglaublich Befreiendes. Ich weiß gar nicht, wo ich aufhören soll zu schwärmen. Und mittendrin WIR. Unsere Liebe ist gewachsen in dieser Woche, exponentiell hat sie sich verdoppelt von einem Tag zum anderen. In Börsensprech würde man sagen: Wir haben eine überdurchschnittliche Rally hingelegt.
    Mein Interesse an Aktienkursen ist in der Zeit nahezu gegen null geschrumpft. Nahezu. Hin und wieder bin ich durch meine Depots gestreift. Ich habe gestaunt, wie Curevac sich in Siebenmeilenschritten nach oben bewegt – man könnte sagen: analog unserer Liebeskurve – und war erleichtert, dass Tesla nicht noch tiefer in den Boden gerammt wurde. Ich habe meine täglichen Stammpodcasts zwar heruntergeladen, aber in der gesamten Woche nur vier, fünf Sendungen gehört. Nicht einmal Markus Koch habe ich ernsthaft vermisst. Das will was heißen. Zweifellos spielte mir in die Karten, dass die Börsenwoche während meiner Urlaubstage recht unaufgeregt vor sich hinkurvte. Aber ich glaube, selbst bei stärkeren Schwankungen hätte ich mich rausgehalten. Ich spürte in der heilen Robinson-Welt Jandia Playa einen inneren Widerstand, mich Kursschwankungen auszusetzen. Die paradiesische Zeit sollte weder Gier noch Angst zum Opfer fallen. Die Erfahrung, es lassen zu können, beruhigt mich in dem Sinne, dass ich doch kein Junkie zu sein scheine. Das suchtähnliche Verhalten, dass ich an mir festgestellt habe, kennt demnach Grenzen. 

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  • To the moon. Außerbörslich.

    Viele Grüße aus dem Paradies. Halbzeit. Fuerteventura ist eine Mondlandschaft als Insel. Faszinierend. Sonne, Meer, Kulinarik, Liebe – und alles All Inclusive. Ab und zu schaue ich nach den Kursen. Es kommt mir zugute dass die Bewegung insgesamt freundlich ist. Ein paar der Qualitäts-Babes aus meinem Depot wie Merck, SAP oder L’Oreal erholen sich so anhaltend in Richtung meiner Einstandspreise, dass ich sie am liebsten verkaufen würde, gemäß meines Vorsatzes für 2023 „Loswerden, was geht“. Blöd ist nur, dass ich für Orders beim S Broker, wo diese Papiere aus meinen ersten Börsentagen liegen, einen Zettel mit den PIN-Nummern brauche, den ich leider nicht dabeihabe. Na ja, wer weiß, vielleicht geht es ja noch ein bisschen weiter hoch und es erweist sich als Vorteil. 

    Was mich nervt, ist Tesla. Die Aktie kriegt sich überhaupt nicht mehr ein. Preissenkungen, erst in China, nun auch in Europa und den USA, lassen die Kurse immer weiter sinken, nachdem Elon sie mit seinem persönlichen Schwachsinn runtergewirtschaftet hatte. Nun sagt das Bankhaus Guggenheim, die Erwartungen für 2023 seien zu hoch, gibt eine Verkaufsempfehlung heraus und senkt das Kursziel auf 89 Dollar. Aktuell dümpelt sie zwischen 105 und 115 herum. Im modernen Handel löst jede Verkaufswelle automatisiert die nächste aus. Von Menschenhand läuft beim Smart Money immer weniger. Neulich habe ich den Begriff „Maschinenhandel“ aufgeschnappt. Irgendwie unheimlich. 

    Absolut erstaunlich in diesen Tagen: Curevac geht steil nach oben. Es gab eine positive Meldung aus der Forschung für ein kombiniertes Grippe-Corona-Impfstoff. Was den Newsflow insgesamt angeht, habe ich mir bislang nur zwei Opening Bells und eine Closing Bell angesehen. Es ist schon lustig. Da berichtet einer in hessischem Slang von der Wall Street und ich sehe es mir auf einer spanischen Insel an. In die Depots schaue ich wenig, eher aus Gewohnheit als aus echtem Interesse. Eine sehr beruhigende Erfahrung, da ich in meinem normalen Alltag bereits Züge von Sucht festgestellt habe. Ich kann es auch lassen. Das ist gut.

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  • Up and away. Brainsaving.


    Looking forward: eine Woche Sonne, eine Woche Wärme, eine Woche Liebe. 
    Und: Abstand von der Börse. Beziehungspause vom Zockermarkt. Depots ruhen lassen, bestenfalls gar keine Beschäftigung mit der Kurs-Berg-und-Tal-Bahn, im absoluten Idealfall nicht einmal der Blick ins eigene Depot. Wird mir das gelingen? (Glaube nicht.) 

    In meinem normalen Alltag höre ich zwei bis drei Stunden Podcasts pro Tag. Alles auf Aktien, Ohne Aktien wird schwer, Handelsblatt Today nahezu täglich, sowie regelmäßig erscheinende, als da wären: Doppelgänger Tech Talk, Mikro trifft Makro, Focus Money Talks, Deffner & Tschäpitz, Handelsblatt Disrupt, Beckers Bets, Finazrocker, Erichsen Geld & Gold. Über allen anderen stehen für mich die Youtube-Streams von Markus Koch. Er meldet sich täglich vor Handelsstart mit der Opening Bell und nach Börsenschluss mit der „Closing Bell“, die oft am nächsten Morgen meinen Tag einläutet. Markus ist mein virtueller Börsen-Buddie, der mit Schwerpunkt auf die Wall Street einordnet, was am aktuellen Tag abgeht und das so unterhaltsam und locker, dass jedes Treffen ein Vergnügen ist. Ohne ihn wäre ich oft aufgeschmissen, da Amerika die Märkte macht, angefangen mit dem Paukenschlag um 15:30 Uhr, was aber von deutschen Medien oft nur unzulänglich auseinander gepflückt wird. Vielleicht werden mir die täglichen Sessions mit Markus im Urlaub ja fehlen…?! (Bin gespannt.)

    However. Dummes Geld macht jetzt den Abflug!

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  • Beziehungspause vom Zockermarkt.

    Statt mit dem Starren auf Kurse Stunden meines Lebens zu verbringen, werde ich an diesem Freitag einen Bogen um die Börse machen. So gut es geht jedenfalls. Watchlist off. Podcasts aus. Spiel ohne mich Gummitwist, lieber DAX, und kotz‘ alleine auf alles, du besoffene Wall Street. Am Montag mache ich sowieso den Abflug. Fuerteventura, ich komme!

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  • Auf und nieder immer wieder.

    Die Überschrift zitiert einen tumben Karnevalsschlager, passend zur heutigen Börse. Neue Arbeitsmarktzahlen schmecken dem Markt nicht, Inflationszahlen dagegen schon. Rauf, runter, rauf, runter. US-Notenbänker melden sich zu Wort. Der eine hawkish, ein anderer dowish. Anlalysten geben ihren Senf ab. Coinbase gerade 10% hoch, gleich wieder 10% runter. Tesla intraday von 112 auf unter 100 in wenigen Stunden, dann wieder rauf auf 106. Ich will mich ausklinken, wegschauen und hänge doch viertelstündlich am Tropf meiner Watchlist. Berg- und Talbahn, Geisterbahn, Riesenrad, Looping und Schiessbude. Vielleicht doch noch einen Schuss wagen? Jeder Schuss ein Treffer. Weit gefehlt. Ich beherrsche mich. Es ist kein Markt, sondern ein Jahrmarkt. Markus Koch nennt es: Zockermarkt. Anders könne man es nicht mehr nennen, sagte er neulich in der Closing Bell und dass er verstehen könne, dass viele in der Community keinen Bock mehr hätten. Es kommt manchmal vor, dass sogar ihm, diesem alten Hasen mit unerschütterlichem Humor, der in über drei Jahrzehnten schon einige Krisen und Crashs erlebt hat, derzeit die Erklärungen für all das fehlen. 

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  • Zuviel Gefühl.*

    Gestern Abend war ich komplett angeekelt. Wie Tesla verprügelt wurde von dieser brutalen, hysterischen Wall Street, die auf nahezu alles gekotzt hat, was nicht Value-Aktie heißt. Frustrierend ist das. Schon klar, mit Gefühlen kommt man an der Börse nicht weiter. Im Gegenteil. Gefühle sind Gift, wenn du erfolgreich sein willst. Ein klarer, kühler Kopf ist beim Ausführen der Verkaufsorder gefragt. Das sind die Ratschläge, der gerne wiederholt werden, eine Art Mantra. Allerdings ist die Börse in Wirklichkeit ein wahres Bällchenbad der Gefühle. Die Stimmung ist genauso wichtig wie all die vielen Nachrichten, die jeden einzelnen Tag aufs Neue das Geschehen mitbestimmten, die Kurse hoch und runter treiben. Fachsprachlich heißt es Sentiment. Gier und Angst. Angst und Gier, das sind die eigentlichen Akteure an der Börse. Es gibt einen Index, der versucht, die gegensätzlichen Kräfte sekundengenau abzubilden: der Feer and Greed Index. https://edition.cnn.com/markets/fear-and-greed

    Und wie es so ist. Gestern noch kotze ich und denke: Verdammt nochmal, ich will raus aus diesem Sado-Maso-Club, werde aber wohl oder übel für Jahre auf meinen Buchverlusten und Schrottpapieren sitzen bleiben… Und was passiert am nächsten Tag, also heute: Es grünt so grün, als gäb’s kein rot.
    Coinbase, gestern heruntergesaut, wird heute gierig in die Taschen gestopft. HelloFresh genauso. Dafür müssen die nun die defensiven Werte bluten. Wer hat da wieder welche Vorhersage gemacht? Analysten, ein FED-Onkel? Keine Ahnung, aber ich mittendrin. Ich weiß, es ist schizophren, doch ganz im Ernst habe ich irgendwann mittags kurz darüber nachgedacht, Disney und Meta zu kaufen. Vielleicht dazu auch noch ein bisschen Procter & Gamble, ist gerade nicht so teuer und ein gutes Krisenpapier. Oh Mann! Ernst nehmen kann ich mich nach einem Jahr Börse nicht mehr. Ich bin ein Junkie.

    Dem Kauf-jetzt-denn-so-günsig-wird-es-nimmermehr-Impuls nicht nachzugeben und statt dessen meinem Plan zu verfolgen, risikoreiche Aktien wie Tesla, Coinbase, Curevac, Digital Ocean und wie sie alle heißen loszuwerden, das wird meine Challenge 2023. Warum stelle ich mich da so an? Meine diversifizierten ETFs und Classics wie Nike, L’Oreal, Berkshire Hathaway, Merck, darf ich doch behalten.

    *Zu viel Gefühl. Bitte so denken, wie es Ideal einst in „Blaue Augen“ sangen.

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  • Die tägliche Angst vor der Wall Street.


    Am Vormittag ist alles schön. Die Kurse erholen sich weiter. Die große Frage ist jedoch: Wie wird die Wall Street reagieren? Ich habe inzwischen richtiggehend Angst vor den Ausschlägen, die durch den Handelsstart in den USA ausgelöst werden. Und an diesem Tag, dem ersten Börsentag in Amerika 2023, ist sie mal wieder berechtigt. Schon vorbörslich geht es insgesamt runter. Um Punkt 15:30 fällt dann Tesla steil, innerhalb kürzester Zeit 10% ins Minus. Unter 100 Euro. Meine anderen Tech-Babys werden nach der Erholung vom Vortag erneut runter geprügelt, nicht so krass wie Tesla, aber doch zum Heulen. Obwohl ich das dauernd erlebe, löst es immer wieder aufs Neue eine Art Brechreiz aus. An Tagen wie diesen habe ich mich im vergangenen Jahr oftmals richtiggehend krank gefühlt, nicht nur mental, sondern körperlich mit Übelkeit, Magenschmerzen, dem Gefühl, mich übergeben zu müssen. So schlimm ist es heute nicht. Ich schaue mir an, was ich ohnehin erwartet hatte.
    Die Wall Street kotzt auf alles, was für Wachstum steht. Außer auf HelloFresh, die gehen 10% hoch. Ich kapier‘ das alles nicht. Ich glaube, niemand kapiert noch irgendwas. Obwohl ständig begründet und erklärt wird. Die Börse ist völlig verrückt, manisch-depressiv, schizophren, furchteinflößend. Ich hasse sie.

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