Back to red. Please.

Nichts unternehmen. Abwarten. Es sollte ganz einfach sein und fällt oft am schwersten. Besonders an der Börse. Wie viel Kraft es mich aktuell kostet, meine Depots in Ruhe zu lassen, lässt sich schwer beziffern. Es ist ein Grundrauschen aus inneren Kämpfen. Die Gedanken kreisen zwischen verkaufen, neu kaufen, zukaufen und müssen immer wieder in Richtung NICHTSTUN gelenkt werden.

Ausnahme war das dreitägige Kroger-Engagement. Sinnbild einer Handlungsweise, die ich wiederholt an den Tag lege und die es abzustellen gilt. Irgendwann kommt ein Punkt, an dem ich es bei täglich steigenden Indizes an der Seitenlinie nicht mehr aushalte. Eine Transaktion musste her. Die Aktien, die mich wirklich interessieren, sind dann schon wieder viel zu gut gelaufen, als dass ich mich zu einem Kauf überwinden könnte. Also überredete ich mich mit dem in solchen Situationen gern genommenen Long-Argument. Diesmal Kroger. Ich sage mir: Eine Aktie fürs Leben, hat auch Warren Buffet im Depot, gerade günstig, ein vernünftiger Kauf, ganz egal, ob der Kurs erst nochmal fällt… Kauforder go! Tja, schlussendlich hatte Kroger bei mir dann ein Leben von drei Tagen.

Die inneren Kämpfe zwischen TUN und LASSEN quälen mich nach wie vor, wenn auch deutlich schwächer. Nächste Woche kommen die NVIDIA-Ergebnisse. Wenn es schlecht für mich läuft, werden die Zahlen gut. Dann ballert der Markt weiter nach oben und ich werde noch hibbeliger. Es ist absurd, aber in Phasen roter Zahlen in Depots und auf Watchlists fühle ich mich wohler. Rote Zahlen, sinkende Kurse, das ist der Zustand, der für mich die Wirklichkeit abbildet. Die Kursanstiege dagegen wirken auf mich wie eine anschwellende Flutwelle mit katastrophalem Ausgang.

In diesem Sinne, as always: Nieder mit NVIDA!

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