Wenn 70% Verlust ein Gewinn sind.

Sonntag erzählte ich von meinem SunPower-Fail powered by Maydorns Meinung und dem damit ebenfalls verbunden VARTA-Verlust, ohne in dem Moment zu ahnen, dass der deutsche Batterie-Hersteller wenige Stunden darauf mit einer totalen Bankrott-Erklärung daher kommen würde. Wie es nun aussieht, werden dank fragwürdiger Abwicklungsverfahren, die Aktien auf Null gesetzt und die Aktionäre gehen entsprechend komplett leer aus.

So unglaublich das ist, kann ich mich nun also freuen, immerhin 30% meiner – dank Alfred fälschlicherweise zuversichtlich – in VARTA investierten 1.000€ gerettet zu haben, sprich 300€. Nach heutigem Stand wären die 30 Aktien, die ich im Oktober 2022 gekauft hatte, nur noch rund 40€ wert.

Die Aktie ist am Montag 75% gefallen, am Dienstag weitere 25% und heute rund 30%. Wenn das so weitergeht, wird sie bis zum Ende der Woche so gut wie verschwunden sein. Es geht den Verkäufern mittlerweile wohl weniger um die Sicherung des lächerlichen Restwerts, als darum, die Papiere überhaupt noch los zu werden.

Wie gut, dass ich mich schon vor einigen Wochen von dem Schrott getrennt habe. Soll ich mich nun darüber freuen, immerhin 300€ gerettet zu haben, statt der kaum erwähnenswerten 40€, die heute übrig gewesen wären? Vielleicht. Klar, könnte ich. Aber so recht gelingt es mir nicht. Denn mit jedem Negativ-Beispiel, wie es Anlegern an der Börse ergehen kann, egal ob mit SunPower oder VARTA, wird mein Vertrauen in den Finanzmarkt weiter erschüttert. Und wenn ich mir anschaue, wie es heute insgesamt abwärts gegangen ist, wird es kaum besser. Wer weiß, was mir mit Fiverr, Curevac, Tomra oder Paypal noch blühen mag…

Einzelwerte bedeuten Kontrollverlust.
Für mich mittlerweile eine der wenigen Börsenweisheiten mit echtem Wahrheitsgehalt.

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