In the middle of noch ein weiterer „Schlechtester Börsenmonat“.

Here we go. Nach dem August ist der September „statistisch gesehen“, wie es so schön heißt, ein weiterer schlechter Börsenmonat. Kaum ein Podcast hat dies vergessen zu erwähnen. Die ewigen historischen Vergleiche und statistischen Betrachtungen. Allmählich frage ich mich, wie diejenigen, die das Geschehen bereits seit Jahrzehnten verfolgen, es aushalten, jedes Jahr aufs Neue die althergebrachten Weisheiten wiederzukäuen.

Die aktuelle Stimmung: Keinen Bock mehr. Gilt nicht nur für mich, sondern auch für einen großen Teil der Markus Koch-Community, wie er gestern in der Closing Bell angemerkt hat. Seine Zuschauerzahlen schrumpfen mit jedem Tag, den die Börse richtungslos und unberechenbar vor sich hin dümpelt. Und das sind inzwischen viele Tage.

Der Markt, the Market aka das Superbrain, verhält sich wie ein verzogenes Kleinkind. Sag ich jetzt mal so. Ein Beispiel von vielen: Gigant 3M gestern 5% runter, wegen… eigentlich nichts. Bei Oracle vor ein paar Tagen noch krasser: 13% runter aufgrund einer minimalen Verfehlung der Erwartungen. Der Analysten! (Kotzemoji)

Insgesamt: Liquidität dünn. Nervosität groß.
Das Dumme Geld gibt auf. Das Smarte verharrt.
Irgendwie so vielleicht….?!
Bis morgen ein Grund geliefert wird, um „in die Schwäche hinein“ wieder zu kaufen.

Wie auch immer man es dreht, warum auch immer z.B. Berkshire gerade wieder täglich steigt (eigene Aktienrückkäufe?) – der Markt tanzt auf Scherben. Mein Meinung.

Und was mache ich so? Mein Ende August ausgerufenes „Aktien-Kauf-Verbot, jetzt!“ habe ich leider nicht eingehalten, was – haha, wie soll es anders sein… – dem Depot neue Verluste eingebracht hat. FMC Corp., eines meiner All-Time-Darlings, weil ich an innovative (Skeptiker würden sagen „manipulierte“) Landwirtschaft glaube (und überhaupt Agrar), steht nach wenigen Tagen minus 14% und Porsche ist nach kurzem Up nun auch auf der Verliererspur, bei mir aktuell 4% im Minus.

Ich habe es satt. Nicht endgültig. Ich kann mir schon vorstellen, hier und da bei meinen Stocks of Interest weiterhin zuzugreifen, außerdem noch den ein oder anderen Sparplan auf ETFs und Aktien zu etablieren, doch das tägliche rot-grüne BlingBling und die entsprechend aufgeheizte Berichterstattung sind Gift für mein System, meine Seele, meine Nerven, mein Wohlbefinden.

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