In the middle of „Schlechtester Börsenmonat“.

Seit der Monat begonnen hat, wird unaufhaltsam davon geredet, dass der August nichts taugt, „historisch betrachtet“, sei er gemeinsam mit dem September an der Börse traditionell der totale Loser. Okay. Meine erste und bislang einzige August-Erfahrung beruht auf das Jahr 2022, in dem eine furiose Rally stattfand. Selbst habe ich von der zwar nicht profitiert, wie eigentlich von keiner Rally bislang und gerade deshalb erinnere ich mich gut daran. Aber das nur (wie Markus Koch immer so schön sagt:) am Rande bemerkt.

Nun also August 2023, der seit Ende Juli in beinahe jedem Podcast-Format und YouTube-Kanal prophylaktisch runtergeputzt wurde…

Als der August sich in der zweiten Woche noch nicht seinem Loser-Image fügen wollte und nochmal richtig hochdrehte, habe ich Berkshire Hathaway bei 332,00 Euro spontan verkauft. Die Position war mit mit insgesamt 6.300 Euro, verursacht durch mehrere Nachkäufe, zuletzt im Februar zum Verbilligen bei 275 Euro, ohnehin zu groß geworden. Bei Berkshire bin ich mir sehr sicher, dass ich im Laufe des Jahres nochmal billiger reinkomme. Nicht so sicher bin ich mir hingegen, ob ich die Aktie wieder kaufen werde.

Und dann habe ich mich im August wieder was getraut: 3.000€ in Fortinet, die nach den Zahlen (wie es hieß „zu Unrecht“) abgestraft worden waren und 2.000€ in Infineon, aufgrund eines Bauchgefühls und rundum guten Analysten-Schätzungen. Beide Positionen habe ich inzwischen wieder verkauft. Genau wie die 1.000€-Position in den ishares-Metaverse-ETF, den ich irgendwann im Juli gekauft hatte, damals als Zeichen eines zögerlichen Vertrauens in eine Fortführung des Aufwärtstrends, obwohl mir die ehrliche Überzeugung fehlte.

So viel erstmal zum Bäh-Monat August von mir. Gestern ging’s runter, heute geht es wieder rauf, zumindest am Vormittag. Mal schauen, was die Wall Street so meint… Michael Burry jedenfalls wettet im großen Format gegen S&P und Nasdaq.

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