Fuck you, self-destruction.

Der Scheiß muss aufhören. Es kann nicht sein, dass, egal wie es läuft, gut, schlecht, seitwärts, whatever, ich – in meinen Augen – am Ende des Tages immer gelost habe. Egal, wie. Geht der Markt runter, war ich zu doof, rechtzeitig zu verkaufen oder bekomme die „gerechte Strafe“, dass ich mir lauter Flaschen ins Depot geholt habe. Geht der Markt hoch, bashe ich mich, bei niedrigen Kursen zuvor nicht zugeschlagen zu haben. Aktuell beispielsweise, weil ich Johnson & Johnson bei 145€ liegen lassen habe, die jetzt bei 156€ stehen. Tendenz steigend… Wahrscheinlich.

Dass meine Danaher seit ein paar Tagen ebenfalls ganz gut laufen, genau wie PayPal und dass sich die China-ETFs richtig schön erholen, einer davon sogar im Plus ist, was darauf hindeuten könnte, dass ich mit meinen Voraussagen bezüglich dieser Werte vielleicht sogar richtig liege, gilt in meinen Augen dagegen: GAR NIX. NOTHING. Ich nehme es einfach hin. Glück gehabt.

Ich könnte einige solcher Self-Bashing-Beispiele aufzählen. In Summe würden sie wohl vermuten lassen, dass in meinem Kopf etwas nicht mit rechten Dingen zugeht.

In meinen Augen kann ich es beim Aktienhandel nie richtig machen, vielmehr: es mir nicht recht machen. Und ich bin mir durchaus bewusst, dass die Art, wie ich an der Börse mit mir umgehe, viel über die Art aussagt, wie ich meine Fähigkeiten im Allgemeinen bewerte.

Mir fehlt das Selbstvertrauen, an der Börse wie im Leben, und das weiß ich auch. V

Wie oft, wenn ich wie paralysiert auf rot-grün blinkende Zahlen starre und mich innerlich beschimpfe (manchmal sogar laut vor mich hin), ist mir klar: Ich muss damit aufhören. Ich muss es beenden, mich selbst zu demontieren. Nur, wie höre ich damit auf? Es wäre ein Quantensprung, einen Weg zu finden.

Wenn es mir gelänge, an der Börse einen besserer Umgang mit meinen Stärken und Schwächen zu finden und mehr Vertrauen in mich und in meine Entscheidungen zu entwickeln, ließe sich das vielleicht umgekehrt auch ins normale Leben übertragen…

Mehr Wohlwollen und Respekt für die eigene Person an der Wall Street und auf allen Lebenswegen. Das klingt nach einem guten Plan. Kapitalmarkt-Yoga oder so ähnlich.

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