Bären-, Bullen- und Bock-los.

Danaher + 4,60% !!! Und auch sonst kaum eine Aktie in meinen Depots, die an diesem Freitag nicht mit hoch ging. Ist schön, könnte ich mich freuen, hinterlässt aber zero emotions.

Tesla gestern knapp 10% runter und heute weitere – 1,5%. Was soll ich sagen: Das wiederum freut mich. Es freut mich, das Tesla einen Dämpfer bekommen hat. Hoffentlich der Anfang.

Ist doch völlig verquer: Verluste bei Tesla freuen mich, Kurszuwächse in meinen Depots sind mir egal.

What the fuck ist los mit mir?

Wenn ich ehrlich bin: Es kotzt mich sogar an, dass sich der Markt nach dem Eintags-Schluckauf-Bounce wegen Tesla und Netflix gleich wieder entspannt und im Gier-Modus weitermacht. Und das, obwohl American Express und ein paar andere gar nicht so unwichtige Unternehmen für Q2 schwache Zahlen vorgelegt haben. Anscheinend reichen gute Ergebnisse bei Johnson & Johnson, um die Laune hoch zu halten.

Was mich wundert ist, dass die Volatilität so niedrig ist. Wer macht derzeit überhaupt den Markt? Dazu wurde in Podcasts lange nichts mehr gesagt.

Und ich? Überlege weiterhin, ob ich trotz meiner Absturzsehnsucht, handeln sollte. Denn: Vielleicht liege ich ja tatsächlich falsch. Verpasse alles. Vermassele alles.

Was ich beispielsweise tun könnte: Abseits vom hysterischen Tageszirkus, getrieben von den Analysten, die heute hoch-jazzen, was sie letztes Jahr in Grund und Boden getrampelt haben, genau jetzt in nicht so tagesgetriebene Themen wie Wasser, Cyber Security und Clean Energy investieren oder zumindest erste Positionen aufbauen.

„Positionen aufbauen.“ Etwas, das oft erwähnt wird. Das habe ich bislang nie praktiziert. Ich gehe mit einem Betrag XY rein, kaufe aber bei steigenden Kursen nie nach. Sehr wohl dagegen schon häufig bei niedrigen, um zu verbilligen und bei nächster Gelegenheit raus gehen zu können. Das hat oft geklappt im letzten Jahr. Die Strategie kaufen und bei einer Aufwärtsbewegung „die Position weiter ausbauen“, also folgende Tranchen teurer zu erstehen, kommt mir irgendwie unlogisch vor. Ich sollte mich damit näher beschäftigen.

Wie auch immer: Ich kann mich zu nichts durchringen. Aber meine Watchlist habe ich trotzdem den ganzen Tag im Auge. Ungelogen: Den ganzen Tag!! Total übertrieben und süchtig, ist leider so. Früher hatte ich Facebook, heute Watchlists. Weder innere Abscheu noch grundsätzliche Zweifel, noch das Wissen, dass ich meine Zeit sinnvoller investieren(!) könnte, halten mich davon ab rund um die Uhr den Markt zu stalken.

Aber kaufen? Weder Bock, noch Mut. Null.

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