Das Musterdepot, das abbildet, wie die Anfang des Jahres verkauften Aktien weitergelaufen wären, ist weitere 2,5% im Plus. Besonders Tesla klettert immer weiter nach oben. Die 5.000-Euro-Postiion, die ich Anfang Februar mit (vergleichsweise läppischen) 10% Gewinn verkauft habe, ist inzwischen 54% im Plus. Coinbase, die ich mal bei 80€ gekauft hatte, ist 15% im Plus. Dabei war Ende letzten Jahres gar nicht absehbar, ob sich der Wert von 30€ jemals wieder in dem Maße erholen würde. Man stelle sich vor, ich hätte bei 30€ gekauft. Digital Ocean, SAP, Air Liquide… laufen super. Ohne mich. Unerträglich.

Meine mutigen Neuerwerbungen aus dem Juni hingegen sind hauptsächlich im Minus. Leider habe ich Danaher und China mit je 2.000 € bedacht und PayPal mit nur 1.000€. Tja, welche Aktie sich besser entwickelt, wundert mich das?! … (Kotz-Emoji bei WordPress leider nicht verfügbar.)

Manchmal weiß ich nicht mehr, wie ich meine Motivation erhalten soll. Vielleicht hat S. ja doch recht, der mir ans Herz legt, mir das nicht weiter anzutun. Die Börse insgesamt und das deprimierende Stalken der Entwicklung meiner nicht mehr existierenden Aktien erst recht.
Die einzige „Erfolgs-Story“ momentan ist, dass ich Aktien, mit denen ich zuletzt geliebäugelt hatte (u.a. AT&T, Disney, Brunello Cucinelli, Sixt) nicht gekauft habe. Denn damit hätte ich mir aktuell weitere Verluste ins Depot geholt. Dieser Krug ist immerhin an mir vorbei gegangen.
Markus Koch ist seit heute aus dem Urlaub zurück. Ich habe mir die erste Opening Bell angesehen und irgendwie hat es mich genervt. Plötzlich gilt alles, was vor kurzem noch Befürchtung war, nichts mehr. Die Börse will nach oben. Niemand mag mehr kritisch sein oder skeptisch. Und Ich? Bin nicht dabei, weder bei Tech noch bei der Sorglosigkeit.