Skipping the fear.

Die Woche hatte es in sich. Mittwoch die FED. Donnerstag die EZB. Freitag die US-Arbeitsmarktdaten. Während die Zinserhöhungen wie erwartet ausgefallen sind, sowohl in den USA als auch in Europa die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht wurden, blieben die Aussagen zu weiteren Erhöhungen vage und der Arbeitsmarkt in Amerika viel stabiler als vorausgesagt. Nebenbei schmierten weitere US-Regionalbanken bedrohlich ab. Und was passierte? Unter dem Strich gar nicht so viel. Zwischendurch gab es starke Schwankungen, aber als dann Donnerstagabend Apple stabile bis gute Zahlen vorlegte, entspannte sich zum Wochenende die Lage und am Freitag war dann richtig Party an der Börse. The Market, der alles weiß und in jeder Sekunde jede auf der Welt gerade verfügbare Information einpreist, der Geschehnisse vorwegnimmt, die Zukunft handelt und immer recht hat… Was will er uns sagen?

Wochenende, die Börsen geschlossen und ich: stolz. Ich habe vergangene Woche dem Verkaufsimpuls widerstanden und den Bounce nach unten ausgehalten, damit den anschließend kräftigen Schwung nach oben mitgenommen, um jetzt am Ende der Woche vergleichsweise gut dazustehen. Es ist mir sehr schwer gefallen, im Moment der roten Zahlen, der leisen Panik im Markt, still zu halten und die Angst, dass ich versage, indem ich jetzt(!) nicht verkaufe, auszuhalten. Sie war wieder da, die Panik (die ich so gut kenne). Die Panik davor, etwas falsch zu machen. Diese Woche habe ich sie besiegt. Ich habe ein Denkmuster durchbrochen, damit ein Gefühl reguliert und anders gehandelt. Es sieht so aus, als lerne ich dazu.

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