Seit ein, zwei Wochen habe ich Merck im Kopf. Eine meiner ersten Aktien im Depot. Erste Charge für 2000 Euro, dann nochmal im selben Wert nachgekauft, anfangs im Plus, dann kontinuierlich im Minus, teilweise bis zu 30%, bis ich das komplette Paket in der Rally Mitte Januar mit überschaubarem Verlust von rund 200 Euro wieder zu Geld gemacht habe. Merck, Air Liquide, L’Oreal, SAP sind zusammen aus dem Depot geflogen. Außer Merck haben sich alle inzwischen erholt und ich würde Gewinne verzeichnen, die zusammengenommen immerhin den derzeitigen Verlust bei Merck ausgleichen würden. Im Prinzip hätte ich also auch alles behalten können, damals aber war es für mein Seelenheil sehr gut, die insgesamt rund 12.500 Euro aus dem Markt ans sichere Ufer zu retten.
Allen vier Positionen waren im Prinzip gute Invests. Wenn ich nun sehe, wie sie sich erholen, kann ich zwar meinen Verkauf nicht rückgängig machen, aber doch die Option eines Wiederkaufs zum einem anderen Zeitpunkt erwägen. Et voila: Merck habe ich heute nach einem Rücksetzer um 7% aufgrund einer schlechten Nachricht bezüglich der Testreihe eines Demenz-Präparats gekauft. 12 Aktien für knapp 2000 Euro. Die Aktien wurden von etlichen US-Analysten empfohlen und die Testreihe wird fortgeführt. 160 Euro sind ein fairer Wert für einen so breit aufgestellten Konzern, der über sehr viel Cash verfügt. Ich hab’s mich getraut. Und aus.