Pain Trade voraus.

Gestern, am Ostermontag lagen die Börsen in Deutschland und Europa im Tiefschlaf, während die Amerikaner fleißig gehandelt haben. Keine Exzesse, aber durchaus grüne Stimmung. Markus Koch war natürlich ebenfalls fleißig, liefert abends seinen Stream, den ich mir wie so oft am nächsten Morgen vor der Arbeit zu Gemüte führe…

„Mein Gott, man hat den Eindruck, die Leute hassen den Markt mittlerweile. Und jedes Mal, wenn man denkt, jetzt bricht er ein, kommt es doch anders. Die Widerstandskraft ist beeindruckend. Der Pain-Trade ist mittlerweile eher nach oben. Und warum? Die Positionierungen sind sehr negativ. Der Pessimismus ist nach wie vor sehr ausgeprägt. Und der eigentliche Schmerz bei einem Markt, der steigt, ist der, wenn man gezwungen wird, der Rally hinterherzulaufen. Die institutionellen Anleger sind nicht aggressiv genug investiert, also ist der Weg des größten Schmerzes der Weg nach oben.“

Markus Koch, Closing Bell, 10.04.23

Hm. Ich verstehe es nicht so ganz, aber irgendwie doch schon. Und trotzdem – trotzdem, trotzdem, trotzdem – bleibe ich zurückhaltend. Da kann Markus erzählen, was er will, und er ist ja nicht der Einzige, der an einen weiter steigenden Markt glaubt. Ich tue es nicht. Für den Pessimismus gibt es genug Gründe und ebenso viele Stimmen, die den Aufschwung seit Anfang des Jahres skeptisch sehen. Mir wäre es natürlich alles andere als egal, wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass ich einen guten Einstieg in 2023 verpasst habe, aber ich bin mittlerweile mehr und mehr damit im Reinen. Denn die Alternative wäre, dass ich mich jetzt hineinstürze und noch einmal ins Unglück. Rund 50.000 sind investiert. Damit kann ich leben. Und warten. Warten auf einen neuen Einbruch, bei dem ich mich hoffentlich traue zu kaufen. Im Tief rund um das Bankenbeben haben ich mich nichts getraut. Und schließe nicht aus, dass es beim nächsten Einbruch, aufgrund welches Black Swan Events auch immer, womöglich wieder passiert.

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