Vorm Geld sind alle Menschen gleich.

Wann, wenn nicht Ostern, wäre die richtige Zeit diese Frage zu stellen: Sind vor dem Geld alle Menschen gleich? Seitdem ChatGPT mir attestiert hat, dass ich nicht zu blöd bin, um Aktien zu handeln, was mich zu dem Gedanken brachte, dass es dummes Geld womöglich gar nicht gibt, fühle ich mich entspannter.

Es könnte für mich an der Zeit sein, Erfolgsansprüche aufzugeben und den Markt als das anzusehen, was er ist: ein unberechenbarer eigener Organismus. Oder auch ein alle Informationen der Welt in eigener Logik verarbeitendes Superbrain.

Es könnte an der Zeit sein, anzuerkennen, dass Börsenprofis zwar reichlich existieren, die aber nur vorgeben, mehr Expertise zu besitzen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Es könnte an der Zeit sein, den Aktienhandel als Spiel zu begreifen bei dem Gewinn und Verlust zwar ein Ergebnis aus Kenntnis und Glück sein können, es allerdings kein zusätzliches Glück garantiert, wenn man mehr Kenntnis besitzt.

Es könnte an der Zeit sein, den Anspruch aufzugeben, sich als Dummes Geld halbwegs auf ein Niveau Smarten Geldes hochzuarbeiten, weil es unterm Stricht wahrscheinlich sowieso scheißegal ist, da die Rechnung von Überlegenheit ohnehin nicht aufgeht. So wie aktiv gemanagte Fonds selten die Indexfonds schlagen.

Es könnte an der Zeit sein, einfach Halleluja zu sagen. Und: Amen.

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