Ohne Aktien ist leicht.

Tagelang nichts geschrieben und nicht nur das, sondern auch sehr distanziert auf Kurse gestarrt. Eigentlich eben gar nicht gestarrt, sondern eher nur mit dem Blick gestreift. Ein Fortschritt. Zum ersten Mal seit – ich weiß gar nicht wie vielen Wochen – morgens nicht mit „Alles auf Aktien“ ins Auto gestiegen und bei der Arbeit zwar Podcasts gehört, aber keinen von den üblichen Börsenformaten, statt dessen „Sternstunde der Philosophie“ sowie „Lanz und Precht“. Wow. Die Onvista-App, wo ich meine Depots spiegele, nur eine handvoll Male aufgerufen. Ich habe beinahe den Eindruck irgendetwas in mir hat beschlossen, mich zu schützen und mich mit einem Gleichmut versehen, den ich so bald nicht für möglich gehalten hätte. Ich bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Die Kurse erholen sich weiter, zumindest der Gesamtmarkt. Ich selbst glaube weiter an einen bevorstehenden Absturz, ausgelöst durch ein weiteres durch Banken ausgelöstes Problem. Sofern sich die Lage weiter entspannt und irgendwelche Werte nochmal ins Plus drehen, werde ich sie abwerfen. Ohnehin kommen nur Colgate Palmolive (-1%) und Johnson & Johnson (-4,5%) in Frage. Mit etwas Glück könnte Nike sich berappeln (-12%) und falls ein Wunder geschehen sollte, Aktien wie Varta und SunPower. Berkshire Hathaway (-7,5%) könnte ich mir auch vorstellen zu verkaufen, muss aber nicht sein. Mehr werde ich vermutlich nicht so schnell los.

Ohne Aktien wird schwer. Den Podcast habe ich beinahe täglich gehört. Und genauso war ich drauf. Manchmal war ich nach de Wochenende richtig froh, wenn es montags wieder los ging. Momentan dreht sich sich die Aussage bei mir ins Gegenteil. Ohne Aktien ist leicht. Das Leben, der Tag, ohne mich andauernd mit Aktien zu beschäftigen: eine Erleichterung. Ich hoffe, das bleibt so.

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