Der tägliche Wahnsinn nutzt sich ab. Es ist allmählich nicht mehr nur frustrierend, sondern richtig gehend langweilig. Jeden Tag labert irgendwer irgendwas anderes. Kürzlich wurde China wärmstens empfohlen, dann gab es Warnungen, dort zu investieren, heute sind die Wirtschaftsdaten positiver als erwartet ausgefallen und China-Papier wieder der heiße Scheiß. BYD 6% rauf. Mal sehen, wie lange sich das hält. Aus den USA dagegen kamen heute neue Wirtschaftszahlen, die weniger gut ausgefallen sind. Rolltreppe runter. Irgendeiner von Goldmann oder Morgan Stanley oder JP Morgen hat vorgestern postuliert, dass Value nicht mehr angesagt ist. Die Wallstreet hat, lt. Markus, darüber diskutiert. Im Ergebnis fallen die so called defensiven Werte. Auch meine zuletzt erworbenen, in Krisen begehrten Johnson & Johnson und die kürzlich gekauften Colgate fallen. Tja, da habe ich wieder ins Klo gegriffen. Wen wundert’s. Bislang waren solche Standardwerte aus dem Konsum- und Health-Care-Bereich im Abwärtstrend die, die sich gut gehalten haben. Sobald ich sie kaufe, ist es vorbei. Was mich zu meinem aktuellen Sentiment bringt: Totale Bocklosigkeit. Mal wieder. Diesmal habe ich das Gefühl, dass die Bocklosigkeit nicht mehr nur eine Trotzreaktion ist, sondern ernsthafte Zweifel an der weiteren Beschäftigung mit Börse, zumindest in dieser exzessiven Weise, zumindest solange der Markt so weiterspinnt. Lebenszeit ist kostbar, viel kostbarer als Geld. Und das ist der Punkt: Um Geld geht es zwar, um dessen Erhalt und Vermehrung. Aber das ist nicht mein wahrer Trigger. Für mich ist es eine spannende Betätigung, ein Feld für neue Erfahrungen, eine Motivation, meinen Geist zu füttern. Aber wäre dies nicht auch in einem anderen Bereich möglich, verbunden mit einem Verdienst. Diese Frage werde ich mir jetzt (erstmals) ernsthaft stellen (müssen)!!!!