Freundlich, aber wie lange?!

Obwohl ich es mir nicht antun sollte, schaue ich natürlich doch nach ganzen Tag nach den Kursverläufen der Aktien, die ich verkauft habe. Und was wohl? L’Oreal steigt, Air Liquide steigt, Merck auch, ebenso BYD. SAP und Hertz gehen leicht nach oben. Ich hadere keinesfalls mit der Entscheidung, die Papiere in Bargeld zurückverwandelt zu haben, allerdings habe ich – wie so oft – zu früh verkauft. Statt 750 Euro realisiertem Verlust, wären es heute nur 500. Ärgerlich. Besonders Tech geht wieder nach oben. Tesla plus 7% und auch die Momentum-Aktien aus meinem Techlabor steigen. Das sollte mir eigentlich gefallen, aber die Freude über steigende Kurse stellt sich nicht ein. Der Frust über das verfrühte Losschlagen der sechs Aktien am Mittwoch ist größer. Kein Wunder. Denn ich bin mir sicher, dass die 7% Tesla-Plus womöglich morgen schon dahin schmelzen, genau wie jegliche Erholung der Aktien im Techlabor, deren Buchverluste ich wahrscheinlich wer weiß wie lange aussitzen muss. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten rasanten Talfahrt ist in Anbetracht der bevorstehenden Earning-Season hoch. Ob ich mich wirklich trauen werde, im nächsten krassen Tief bei Werten, die ich schon lange beobachte, wie etwa Blackrock, Deere, Ferrari, ASML zuzuschlagen, wird spannend. Und wenn ja, wird noch spannender, ob ich die Nerven behalte, wenn es nach meinem Kaufzeitpunkt noch weiter runtergeht. Oder ob ich dann beim ersten Anstieg, aus Angst vor einem Dead Cat Bounce aussteige, sobald die Werte neutral oder halbwegs neutral sind. Seit die Börse verrückt spielt, habe ich diese Nullrunden mehrmals gedreht.

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