Ein recht börsenfreier Tag. Ich konnte es lassen. Sogar die täglichen Podcasts. Nur ein recht aktuelles Interview mit dem Fondmanager-Urgestein Bernd Flossbach habe ich nebenbei beim Kochen gehört. Das mich in meiner Skepsis bestätigt hat. Seine Einschätzung der Entwicklungen für 2023 ist gedämpft. Er schätzt das Jahr als eher schwierig ein, es sind zu viele Unsicherheiten im Markt. Trotz des positiven Starts hält er Kurseinbrüche im fortlaufenden Jahr für wahrscheinlich. Andere Marktstrategen, so auch Martin Lück von Blackrock, sprechen sogar davon, dass wie die Tiefs des Vorjahres womöglich noch einmal testen könnten. In den letzten Tagen zeichnet sich bereits eine Abwärtstendenz ab, die momentan noch als nötige Korrektur eingeordnet wird. Aber stimmt das? Ich sollte unbedingt bei meinem Vorhaben „Loswerden, was geht“ bleiben. Natürlich am liebsten mit kleinen Gewinnen. Aber auch mit überschaubaren Verlusten. Hauptsache weg. Momentan denke ich, dass es vertretbar ist, noch einen Moment abzuwarten. Aber stimmt das? Genau durch derlei zögerliches Verhalten habe ich schon häufig den Absprung verpasst. Und plötzlich sind 20, 30 oder mehr Prozent Verlust aufgelaufen und du hängst fest. Es gab allerdings auch Momente, da habe ich die Reißleine zu früh gezogen und mir damit Gewinne vermasselt. Wie man es macht… Gilt nicht nur im Leben, sondern erst recht an der Börse.