Back to life nach Echtlebenrally.

Hinter mir liegen phantastische Tage an einem phantastischen Ort mit einem phantastischen Mann. Und bei aller Phantastik so wahr und real und intensiv, wie es echter und fühlbarer kaum noch geht. Fuerteventura besteht aus Mondlandschaften wie ich sie noch nie gesehen habe, einem Meer in den schönsten Farben und glitzernder Anziehungskraft, einem Himmel in herrlichsten Tönen. Die Weite hat etwas unglaublich Befreiendes. Ich weiß gar nicht, wo ich aufhören soll zu schwärmen. Und mittendrin WIR. Unsere Liebe ist gewachsen in dieser Woche, exponentiell hat sie sich verdoppelt von einem Tag zum anderen. In Börsensprech würde man sagen: Wir haben eine überdurchschnittliche Rally hingelegt.
Mein Interesse an Aktienkursen ist in der Zeit nahezu gegen null geschrumpft. Nahezu. Hin und wieder bin ich durch meine Depots gestreift. Ich habe gestaunt, wie Curevac sich in Siebenmeilenschritten nach oben bewegt – man könnte sagen: analog unserer Liebeskurve – und war erleichtert, dass Tesla nicht noch tiefer in den Boden gerammt wurde. Ich habe meine täglichen Stammpodcasts zwar heruntergeladen, aber in der gesamten Woche nur vier, fünf Sendungen gehört. Nicht einmal Markus Koch habe ich ernsthaft vermisst. Das will was heißen. Zweifellos spielte mir in die Karten, dass die Börsenwoche während meiner Urlaubstage recht unaufgeregt vor sich hinkurvte. Aber ich glaube, selbst bei stärkeren Schwankungen hätte ich mich rausgehalten. Ich spürte in der heilen Robinson-Welt Jandia Playa einen inneren Widerstand, mich Kursschwankungen auszusetzen. Die paradiesische Zeit sollte weder Gier noch Angst zum Opfer fallen. Die Erfahrung, es lassen zu können, beruhigt mich in dem Sinne, dass ich doch kein Junkie zu sein scheine. Das suchtähnliche Verhalten, dass ich an mir festgestellt habe, kennt demnach Grenzen. 

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